leer leer
Haus der Architektur
Mariahilferstraße 2, A-8020 Graz
tel. +43 316 32 35 00 -0
office@hda-graz.at, www.hda-graz.at
Büro: Mo–Fr 10 bis 18 Uhr
Ausstellung: Di–So 10 bis 18 Uhr
leer
leer
leer leer
leer
Kalender

Das HDA

Architekturpreis des Landes Steiermark 2016

Architektursommer

Geführte Touren

Publikationen

Förderer, Sponsoren und Partner

Mitglieder

Newsletter

Suche

Presse

Veranstaltungsfotos

>>
leer leer

leer leer
Ausstellung

leerJENSEITS DER KÜSTE UTOPIAS

leer03.12.2015 bis 22.01.2016

leerVeranstaltungsort: HDA im Palais Thinnfeld, Mariahilferstraße 2, 8020 Graz

Die an der Küste Utopias anflutenden Wellen haben ihren Ursprung nicht in den lichten oder dunklen Weiten der Phantasie. In den Schaumkronen der Brandung treiben der Müll, die Hoffnungsfetzen und die Bruchstücke unserer Weltordnung zusammen mit den Fliehenden und Verzweifelten, die in kaum seetauglichen Booten die gefährliche Überfahrt wagen. Die entscheidende Eigenschaft der Utopie besteht darin, dass sie nie hier ist, sondern immer dort, und dass die auf sie gerichteten Bewegungen schwerlich ankommen. Während die imaginierten Orte der Sehnsucht unerreichbar bleiben, da sie sich jenseits der Topographie der Wirklichkeit befinden, sind die Vektoren auf diejenigen Regionen der Geographie gerichtet, die als Utopias Ebenbilder gelten. Die verheissungsvollen Länder von Sicherheit, Freiheit und Wohlstand heben sich gegenüber den Gegenden des Leids ab wie das barocke Paradies vor dem Jammertal, als erlösungsgeladene Vorstellung eines besseren Anderswo. Auch dieses Anderswo existiert stets als Insel, die sich entzieht – jenseits gefährlicher Meere oder als eifrig befestigte Enklaven. Nicht selten scheiden Stacheldrahtzäune die Paradiese von den Jammertälern. In einer subtilen Mischung von Rationalität und Sadismus verkörpern sie zugleich effiziente und stilisierte Instrumente einer alten menschlichen Praxis: der Kunst der Teilung, ohne die sich weder Paradiese noch utopische Inseln vom Rest der Welt trennen liessen. Es scheinen diese kühnen architektonischen Grenzlinien zu sein, an denen das Leben sich abarbeitet und entlang derer unsere Gegenwart sich verdichtet.

Am Tag der Eröffnung wird Michael Hirschbichler einen kurzen Vortrag über seine Arbeit halten. Im Anschluss wird die Ausstellung eröffnet.

Biografie:
Michael Hirschbich­ler, geboren 1983, arbeitet an der Schnittstelle von Kunst und Architek­tur. Seine spekulativ-kritische kün­st­lerische Auseinan­der­set­zung in ver­schiede­nen Medien steht in engem Zusam­men­hang mit seinem Denken und Schreiben. Das zen­trale Thema seines Werkes stellen exis­ten­tielle Aspekte des men­schlichen Lebens, wie es sich in geord­neten und geplanten Struk­turen abspielt, dar. Michael Hirschbich­ler studierte Architek­tur an der ETH Zürich und Philoso­phie an der Hum­boldt Uni­ver­sität zu Berlin. Er erhielt zahlre­iche Stipen­dien und Ausze­ich­nun­gen, u.a. der Stu­di­en­s­tiftung des deutschen Volkes, der Erich-Degen-Stiftung und der Sutor-Stiftung. Er war Final­ist des Arte Laguna Preises 2012, der Swiss Art Awards 2012, des Lis­bon Tri­en­nale Début Awards 2013 und wurde mit dem Rompreis 2015 der deutschen Akademie Villa Mas­simo aus­geze­ich­net. Seine Werke wer­den in zahlre­ichen Einzel– und Grup­pe­nausstel­lun­gen inter­na­tional gezeigt und publiziert.

Ausstellung mit freundlicher Unterstützung von Eternit www.eternit.at


Das HDA hat in der Zeit vom 21. Dezember 2015 bis 10. Jänner 2016 geschlossen. Die Ausstellung "Michael Hirschbicher: Jenseits der Küste Utopias" ist ab dem 12. Jänner 2016 wieder geöffnet. Dauer der Ausstellung bis 22. Jänner 2016.



leer leer leer
Deutsch | English

JAMMERTHAL • JAMMERTHAL  © Michael Hirschbichler
JAMMERTHAL © Michael Hirschbichler

Links
www.atelier-hirschbichler.com

leer leer leer leer leer
leer leer leer leer
impressum
leer
leer